06.15
Mit dem öffentlichen Verkehr oder mit dem Auto fahre ich zur Bahnbaustelle im Emmental.
06:45
Während der Baustellenleiter die Aufgaben mit der SBB-Baugruppe bespricht, studieren der Sicherheitschef und ich nochmals das Sicherheitsdispositiv.
Bereits am Vortag habe ich unsere Arbeiten im Gleisbereich dem Stellwerk in Konolfingen gemeldet.
07:03
Per Funk vergewissere ich mich bei der Fernsteuerzentrale in Bern, dass die «Langsamfahrstrecke» richtig ins Leitsystem eingetragen ist.
Die Lokführer dürfen hier nur mit 80 km/h anstelle der sonst erlaubten 120 km/h durchfahren.
Da ich viel auf dieser Strecke arbeite, kenne ich den Fahrplan auswendig. Darüber
hinaus meldet man mir alle Güter- und Spezialzüge per Funk oder Mobiltelefon.
10:15
Ich stehe etwas abseits der Rotte und überblicke die Gleise über weite Strecken.
Wenn in der Ferne ein Zug erscheint, blase ich in mein Signalhorn.
Die Baugruppe zieht sich sofort aus dem Gefahrenfeld zurück. Alles geht sehr schnell.
Für den Notfall habe ich eine rote Fahne, um den Zug zu stoppen.
12:00
Die Arbeiten am Gleis werden für dreiviertel Stunden unterbrochen.
Die Mittagspause verbringen wir gemeinsam in einem nahen Landgasthof.
14:37
Ein Sicherheitsbeauftragter der SBB kommt auf die Baustelle, um die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien zu kontrollieren.
Er notiert sich alle Einzelheiten. Zu unserer beider Genugtuung findet er aber keine Schwachstellen.
Danach besprechen wir den Einsatz des Baggers, der am nächsten Tag zum Einsatz kommt; denn für grosse Baumaschinen braucht’s noch weiterreichende Sicherheitsmassnahmen.
16:06
Mein Gruppenleiter ruft an und teilt mir die Namen der beiden Vorwarner vom nächsten Tag mit.
16:30
Für heute ist genug gearbeitet. Ich verlasse gemeinsam mit der Rotte die Baustelle.
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