Ein Arbeitstag eines Objektschützers im Hauptbahnhof Zürich

 


05:45
Im Umkleideraum ziehe ich zur Uniform auch die kugel- und stichsichere Schutzweste an.
Mit meiner Patrouillenpartnerin melde ich mich in der Überwachungszentrale zum Dienst.
Die Nachtdienst-Patrouille übergibt uns Mobiltelefone und Funkgeräte und rapportiert uns kurz die neuesten Vorkommnisse.

06:05
Auf unserem Rundgang kontrollieren wir die Kameras und die unterirdischen Rampen für die Warenanlieferung, wo gerade Hubstapler die Lastwagen entladen.

07:30
Per Funk melden wir uns bei der Zentrale – dies müssen wir mindestens alle zwei Stunden tun.

07:45
Wir sehen uns in der Haupthalle um. Einer unter den Tausenden von Pendlern hat es speziell eilig: Im Laufschritt strauchelt er und fällt zu Boden.
Sofort sind wir bei ihm und leisten erste Hilfe. Wir vermuten einen Beinbruch und rufen die Ambulanz.

08:00
Ich warte auf die Ambulanz um sie einzuweisen. Meine Patrouillenpartnerin betreut unterdessen den Verunfallten.

10:07
Zwischenzeitlich haben wir diversen Personen Auskunft über dies und jenes gegeben.
Ein grosser Teil des Bahnhofs ist rauchfrei. Reisende, die die entsprechenden Hinweisschilder übersehen, machen wir auf das Verbot aufmerksam.

12:20
Über Funk meldet uns die Überwachungszentrale, dass eine Rolltreppe in der Haupthalle stehen geblieben ist. Wir setzen sie wieder in Gang.

12:52
Das Bahnhofbuffet meldet der Zentrale, dass ein Pärchen das Restaurant ohne zu bezahlen verlassen hat.
Wir verfolgen die Zechpreller auf und können sie festhalten.
Es steht den Verantwortlichen des Bahnhofbuffets frei, sie bei der Polizei anzuzeigen.

13:03
Im Shopville ist einer älteren Dame die Handtasche entrissen worden. Wir fassen den Täter und übergeben ihn der Kantonspolizei.
Die Frau ist überglücklich, dass wir ihr die Handtasche mit dem ganzen Inhalt wieder aushändigen können.

13:40
Man meldet uns einen stecken gebliebenen Lift. Das Problem wird von uns vor Ort sofort erkannt und behoben.

14:00
Unsere Schicht endet: Wir geben Funkgeräte, Mobiltelefone – und natürlich alle notwendigen Informationen an die nächste Patrouille weiter.

 



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