15:45
Im Umkleideraum ziehe ich meine Uniform inklusive der kugel- und stichfesten Schutzweste an.
Zur Ausrüstung gehört auch der Gurt mit PR-24-Mehrzweckstock, Pfefferspray, Handschellen, Warnweste, Erste-Hilfe- und Informations-Material.
Mit meinem Patrouillenpartner melde ich mich bei der Einsatzzentrale zum
Dienst. Wir fassen unsere Dienstmobiltelefone.
16:00
Die Einsatzzentrale meldet uns Probleme eines Zugführers mit einem Fahrgast. Der Mann ist ohne Ausweise und Geld unterwegs.
Wir holen ihn aus dem Zug.
16:13
Es stellt sich heraus, dass er sich illegal in der Schweiz aufhält.
Wir rufen die Kantonspolizei, die den Unbekannten in Gewahrsam nimmt.
17:50
Wir bemerken ein verwirrtes Kind, barfuss und im Pyjama.
Ich spreche es an, doch es versteht offensichtlich keine unserer Landessprachen.
In unseren Bahnpolizei-Räumen geben wir dem Kind einen Schokoriegel und ein Getränk und gehen die Vermisstenliste durch.
18.15
Wir erhalten einen Anruf der Kantonspolizei Bern: Man vermisst ein zu Hause weggelaufenes autistisches Kind, das sich gerne im Zug aufhält.
Wir finden das Kind und begleiten es zurück nach Burgdorf, wo es seine Eltern und die Polizei in Empfang nehmen.
19:30
Mit einem kleinen Imbiss stillen wir unseren Hunger.
20:15
Wir kontrollieren eine uns suspekt scheinende Person.
Sie stellt sich als ein der Polizei bekannter Drogenkonsument heraus. Bei der Durchsuchung finden wir zwei Säckchen Heroin.
Diese und das Durchsuchungsprotokoll leiten wir an den Richter weiter.
22:00
Wir nehmen den Zug Richtung Thun.
Im Raucherabteil treffen wir auf Jugendliche, ihre Schuhe auf den Sitzpolstern. Wir weisen sie zurecht.
Touristen fragen nach den Anschlussverbindungen nach Interlaken. Gerne geben wir ihnen Auskunft.
23:30
Zurück in Bern durchqueren wir den Bahnhof. Eine Gruppe alkoholisierter junger Frauen belästigt die Bahnpassagiere. Wir müssen sie wegweisen.
24:00
Mit dem Tag geht auch unser Dienst zu Ende. Im Stützpunkt Bern füllen wir die Arbeitsrapporte aus und melden uns bei der Einsatzzentrale ab.
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